Grafik: Roland Gäfgen
Aktuelle Projekte
Der Nächste bitte!
Gesundheits- und Pflegegeschichte in Gammertingen
Gesundheit betrifft jeden Menschen – gestern wie heute. Doch wie sah der Alltag von Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften und Patientinnen und Patienten früher aus? Wie veränderten sich Medizin, Pflege und Gesundheitsvorsorge im Laufe der Zeit?
Die Sonderausstellung „Der Nächste bitte! – Gesundheits- und Pflegegeschichte in Gammertingen“ lädt vom 18. Oktober bis 27. Dezember 2026 zu einer Entdeckungsreise durch die Geschichte der örtlichen Gesundheitsversorgung ein. Zahlreiche originale Exponate, historische Fotografien und persönliche Erinnerungen erzählen von Fortschritt, Fürsorge und dem Leben der Menschen in unserer Region.
Die Ausstellung spannt den Bogen von der Volksmedizin und den Volksglauben, über die Arbeit von Ärzten und Pflegekräften bis hin zu den Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit.
Freuen Sie sich auf viele bislang kaum bekannte Einblicke in die Gesundheitsgeschichte Gammertingens – manches wird Erinnerungen wecken, anderes dürfte überraschen.

Ein Museum aus der Mitte der Stadt
Das Museum im Alten Oberamt ist ein Ort der lokalen Erinnerung und Begegnung. Hier wird Geschichte aus Gammertingen und der Region gesammelt, erforscht und in wechselnden Ausstellungen immer wieder neu erzählt.
Getragen wird das Museum vom ehrenamtlichen Arbeitskreis „Museum im Alten Oberamt“. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Schulen, Firmen, Archiven und Zeitzeugen entstehen Ausstellungen, die lokale Geschichte sichtbar machen und mit der Gegenwart verbinden. Ergänzt wird das Programm regelmäßig durch Kunst- und Kreativausstellungen, die einen weiteren Blick auf das kulturelle Leben der Region eröffnen.

Der Arbeitskreis
Der Arbeitskreis „Museum im Alten Oberamt“ ist ein offener Zusammenschluss von Menschen aus Gammertingen und der Region, die sich für Kunst, Geschichte und Heimat interessieren.
Seit 2008 gestalten seine Mitglieder die Museumsräume mit selbst erarbeiteten Ausstellungen zu Themen der lokalen und regionalen Geschichte. Seit 2021 beteiligt sich der Arbeitskreis außerdem regelmäßig am bundesweiten Tag des offenen Denkmals. Seit 2024 ist er Mitglied des Kreiskulturforums Sigmaringen.
Wie Ausstellungen entstehen
Das Museum im Alten Oberamt ist keine statische Sammlung. Viele Ausstellungsthemen gehen auf Gespräche, persönliche Erinnerungen, alte Fotos oder Gegenstände aus der Bevölkerung zurück. Themen werden gemeinsam entwickelt, recherchiert und in wechselnden Ausstellungen präsentiert.
Neben historischen Themen zeigt das Museum auch künstlerische Arbeiten aus der Region – darunter Ausstellungen etablierter Künstlerinnen und Künstler sowie Beteiligungsformate wie Hobbykunst- und Schulkunstausstellungen.
Zur Museumsarbeit tragen viele Menschen bei: Mitglieder des Arbeitskreises ebenso wie Zeitzeugen, Familien, Vereine, Schulen, Archive sowie Künstlerinnen und Künstler. Unterschiedliche Erfahrungen und Fähigkeiten – von Erinnerungswissen und Ortskenntnis bis zu Recherche, Organisation und digitaler Aufbereitung – ergänzen sich dabei auf besondere Weise.
So entsteht Schritt für Schritt ein Museum, das eng mit dem kulturellen Leben der Stadt verbunden ist.
Ein Blick in die Werkstatt des Museums
Viele Ausstellungsideen entstehen im Arbeitskreis lange im Voraus – aus Gesprächen, Entdeckungen oder neuen Fundstücken. Einige Themen befinden sich bereits in Vorbereitung.
Fadenläufe · Speth´sches Schloss 1777 · Netzwerk MuseuM
· Constantin Hanner 1827 · 90 Jahre HORIG ·
St. Elisabeth 1928 · Das gute alte Handwerk
Zu diesen Projekten wird bereits recherchiert. Sobald ein Thema konkret wird, gibt es hier weitere Informationen.
Vielleicht entdecken Sie beim Durchsehen alter Fotos, Dokumente oder Gegenstände etwas, das zu einem dieser Themen passen könnte. Hinweise und Leihgaben aus der Bevölkerung haben schon viele unserer Ausstellungen möglich gemacht.

Ein Haus mit Geschichte
Das Gebäude des Alten Oberamts wurde 1724/25 erbaut und hat im Lauf der Jahrhunderte viele unterschiedliche Nutzungen erlebt. Nach der Zeit als Verwaltungssitz des Oberamts wurde das Haus unter anderem als Rathaus, Schule, Kindergarten und für verschiedene städtische Einrichtungen genutzt.
Seit der umfassenden Renovierung und der Eröffnung der Lauchertstadt im Jahr 2008 wird das Gebäude wieder kulturell genutzt. Im zweiten Obergeschoss befindet sich heute das Museum im Alten Oberamt.
In den unteren Etagen sind weitere Einrichtungen untergebracht. So ist das Haus bis heute ein lebendiger Ort in der Mitte Gammertingens.
Mitmachen
Wer sich für Geschichte, Kunst oder das Leben früherer Generationen interessiert, kann sich im Arbeitskreis auf unterschiedliche Weise einbringen – etwa bei der Recherche, bei der Vorbereitung von Ausstellungen, beim Auf- und Abbau oder bei Veranstaltungen im Museum. Vorkenntnisse sind nicht notwendig – entscheidend sind Interesse, Neugier und Freude am gemeinsamen Arbeiten.
Austausch und Gemeinschaft
Der Arbeitskreis trifft sich regelmäßig zum Stammtisch, um Ideen zu sammeln, neue Funde zu besprechen und kommende Projekte vorzubereiten.
Einmal im Jahr findet außerdem ein gemeinsamer Ausflug statt, meist zu Museen oder kulturellen Veranstaltungen in der Region. Auch diese Begegnungen liefern immer wieder neue Anregungen für die Museumsarbeit.

Interesse?
Wer die Geschichte Gammertingens mitentdecken oder sich im Museum engagieren möchte, ist im Arbeitskreis herzlich willkommen.
Denn im Alten Oberamt gibt es noch viel zu entdecken – und noch viel zu erzählen.

Persönlich, oder über arbeitskreis@museum-im-alten-oberamt.de
Ausstellungen
Der Arbeitskreis organisiert in den Räumlichkeiten des Museums im Alten Oberamt 2-3 Ausstellungen pro Jahr. Die Themen sind äußerst vielseitig und jeweils im Dreiklang Geschichte-Kunst-Kultur angesiedelt. Nachfolgend, die Galerie mit sämtlichen Ausstellungsplakaten seit 2009!
Tag des offenen Denkmals
Seit 2021 nimmt der Arbeitskreis "Museum im Alten Oberamt" jährlich am bundesweit stattfindenden "Tag des offenen Denkmals" teil.
Aktuell
Gymnasium Gammertingen - Bildungsarchitektur in Beton
Der Tag des offenen Denkmals 2026 stand im Gymnasium Gammertingen ganz im Zeichen der Architektur. Mit der Veranstaltung „Bildungsarchitektur in Beton“, die zugleich Teil des Kreiskulturschwerpunkts des Landkreises Sigmaringen war, lud der Arbeitskreis Museum im Alten Oberamt dazu ein, das markante Schulgebäude einmal mit ganz anderen Augen zu betrachten.
An den insgesamt fünf Architekturführungen zwischen 11:00 und 15:00 Uhr nahmen rund 100 Besucherinnen und Besucher teil. Jede Führung begann mit einer Einführung von Conrad Heinemann, der Architektur an der Universität Erfurt studiert. Er erläuterte die Entstehung des Brutalismus nach dem Zweiten Weltkrieg, seine Grundgedanken sowie bedeutende Bauwerke dieser Architekturrichtung. Außerdem erklärte er, weshalb die internationale Initiative „SOS Brutalismus – Rettet die Betonmonster!“ der Wüstenrot Stiftung das Gymnasium Gammertingen als besonders gelungenen Vertreter dieser Bauweise hervorhebt.
Anschließend führte Margit Supper vom Büro supper heinemann architekten die Besucherinnen und Besucher durch das Gebäude. Vom Erdgeschoss des Altbaus ging es zunächst in das erste Obergeschoss und anschließend durch einen unterirdischen Verbindungsgang in den Neubau. Unterwegs boten sich außergewöhnliche Einblicke: Neben technischen Hohlräumen konnte sogar der freigelegte Albfels betrachtet werden, auf dem das Gymnasium errichtet wurde. Im Neubau erläuterte Margit Supper anhand der modernisierten Fachräume, wie die Sanierung umgesetzt wurde und mit welchem Anspruch die charakteristischen Merkmale der brutalistischen Architektur erhalten und zugleich an heutige Anforderungen angepasst wurden.
Nach knapp einer Stunde endete jede Führung vor der Aula, in der ab 13:00 Uhr der mehrfach Oscar-prämierte Film „Der Brutalist“ gezeigt wurde. Das Historiendrama um den fiktiven Architekten László Tóth ergänzte das Thema des Tages auf eindrucksvolle Weise. Aufgrund der Laufzeit von über drei Stunden nutzten viele Besucher die Möglichkeit, einzelne Episoden des Films anzusehen und anschließend ihre Erkundungstour durch das Gymnasium fortzusetzen.
Besonders erfreulich war das große Interesse ehemaliger Schülerinnen und Schüler. Viele nutzten die Gelegenheit, ihre frühere Schule wiederzusehen, und staunten darüber, wie sich das Gebäude verändert hat und zugleich seiner ursprünglichen Architektur treu geblieben ist. Aber auch viele der heute dort tätigen Personen stellten fest, dass es über ihre tägliche Wirkungsstätte noch viel Neues zu entdecken gab.
Im Erdgeschoss ergänzten historische Baupläne, Fotografien und Dokumente aus dem Stadtarchiv Gammertingen sowie Teile der Ausstellung „SOS Brutalismus – Rettet die Betonmonster!“ der Wüstenrot Stiftung die Führungen und ermöglichten einen Blick auf die Entstehungsgeschichte des Gymnasiums. Für das leibliche Wohl sorgte der Verschönerungsverein Gammertingen mit Grillwürsten und Getränken auf dem Pausenhof.
Der Arbeitskreis Museum im Alten Oberamt bedankt sich herzlich beim Gymnasium Gammertingen für die große Gastfreundschaft und die Unterstützung der Veranstaltung. Ein besonderer Dank gilt supper heinemann architekten für die fachkundigen Führungen, Conrad Heinemann für die Einführung in den Brutalismus, dem Verschönerungsverein Gammertingen für die Bewirtung sowie allen weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben.
Vor allem aber danken wir den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern für ihr großes Interesse. Wir hoffen, dass viele das Gymnasium Gammertingen nach diesem Tag tatsächlich mit neuen Augen sehen – nicht nur als Schule, sondern als ein bedeutendes Zeugnis der Architektur- und Bildungsgeschichte der 1970er-Jahre.
Bisher wurden in Gammertingen folgende Gebäude für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht:
- 13.09.2026 - Gymnasium Gammertingen - Bildungsarchitektur in Beton- Motto "NetzWERKE Denkmale & Infrastruktur"
- 14.09.2025 - Wert-voll: Unbezahlbare Geschichte(n) aus 300 Jahren im Alten Oberamt - Motto "Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“
- 08.09.2024 - Schützenhaus - Räume für wehrhafte Gammertinger, Industrie und schöne Künste - Motto "Wahr-Zeichen. Zeitzeugen der Geschichte"
- 10.09.2023 - Dachboden-Museum St.Leodegar - Motto "Talent Monument"
- 11.09.2022 - Altes Schoss/Ruine Baldenstein - Motto "KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz"
- 12.09.2021- Michaelskapelle - Motto: "Schein und Sein"
Kulturschwerpunkt
Seit 2024 ist der Arbeitskreis "Museum im Alten Oberamt" Mitglied im Kreiskulturforum des Landkreis Sigmaringen.
Leidenschaftlich neugierig
Wie wir im Landkreis Sigmaringen lern[t]en
Die Laucherttalschule Gammertingen präsentierte unter dem Titel „Schulkunst HUH?!“ ausgewählte Arbeiten aus dem Unterricht der Grundschule, Werkrealschule und Realschule. Die Ausstellung zeigte, wie Bildung als kreativer Prozess wirkt und wie Schülerinnen und Schüler ihre Lernwege in eigenen gestalterischen Lösungen sichtbar machen. Zu sehen waren Werke verschiedener Jahrgänge aus den Fächern Bildende Kunst, Technik sowie Alltagskultur, Ernährung und Soziales. In Kooperation mit dem Arbeitskreis „Museum im Alten Oberamt“ entstand im historischen Ausstellungsort ein Einblick in die Vielfalt ästhetischen und praktischen Lernens an unserer Schule.
Für den Arbeitskreis war dies die vierte Ausstellung mit dem Schwerpunkt "Schulkunst" im Museum. Durch engagierte Arbeitskreismitglieder waren auch werktägliche Museumsöffnungen für viele Schulklassen der Laucherttalschule möglich. Dies führte, mit insgesamt 1.061 Besuchern zu einem fabelhaften Ergebnis dieser Ausstellung.
Werbeclips aus dem Kunstunterricht der Laucherttalschule Gammertingen
Presse & Videos
Kontakt
Stadt Gammertingen
Hohenzollernstr.5-7
72501 Gammertingen
07574/406-110
info@gammertingen.de
Stadtarchiv
Manfred Tremmel
Arbeitskreis "Museum im Alten Oberamt"
arbeitskreis@museum-im-alten-oberamt.de
Webmaster: Frank Geist
f.geist@museum-im-alten-oberamt.de



































































































